SVS - Express

SV Steinhausen - SV Brenken 0 : 4 (0:2)

18.. Spieltag - Unangenehm, aber zu akzeptieren

02.04.2018
Fussball 1. Mannschaft

Steinhausen: Ein eigentlich erfreuliches Merkmal dieses Spiels war die Fairness und das Fehlen jeglichen Gifts in der Partie, das so oft frühere Duelle kennzeichnete.

Es drückt aber auch aus, dass die Steinhäuser die Überlegenheit des Gegners akzeptierten, die sich nicht in Ballbesitzprozenten, nicht in erdrückender technischer Überlegenheit, sondern in der gnadenlosen Effizienz im Ausnutzen der Chancen zeigte.
Dass die Grün-Weißen es wie gesagt sportlich hinnahmen, hat auch vielleicht mit der Bewusstheit eigener Naivität zu tun, die gerade bei den richtungsweisenden ersten beiden Treffern offenkundig wurde. Der 11er hatte vor seinem Führungstreffer schon zweimal seine Gefährlichkeit angedeutet, und so konnte man nur den Kopf schütteln, als er in der 12. Minute wiederum sträflich ungestört einen Diagonalpass aus dem rechten Mittelfeld annehmen und den Ball mit einem trockenen Schuss ins Netz schießen konnte.

Kurz danach fast das 0:2, als wieder besagter Linksaußen die Vorarbeit zu einer Chance der besseren Kategorie leistete. Die Gastgeber versuchten ein zielstrebiges Spiel nach vorn, waren jedoch in der letzten Zone relativ harmlos. Dominik Wydrinna, zentraler Stoßstürmer für den leider verletzten und arg vermissten Patrick Pekala, konnte bei allem löblichen Bemühen keine Bäume ausreißen, zumal er häufig recht einsam sein Werk verrichten musste. Im Spiel zwischen den Sechzehnern sah man keinen Unterschied, das 0:2 in der 24. Minute zeigte ihn umso deutlicher.
Ein genauer Pass aus dem zentralen Mittelfeld auf den Mittelstürmer, der genau so ungestört zum Schuss kam wie sein Kollege beim 0:1. Nicht scharf, aber gezielt landete sein Abschluss flach in der linken Ecke. Auch danach in etwa das gleiche Spielgeschehen wie zuvor, mit dem kleinen Unterschied, dass die Steinhäuser bis zur Pause immerhin hoffnungsvolle Chancenansätze herausspielen konnten. Dominik schießt aus recht spitzem Winkel über das Tor, Christian Pekala zwingt mit einem Schuss einen Brenkener Verteidiger zum Fast-Selbsttor. Der Keeper vereitelt es reaktionsschnell. Die 1. Halbzeit endet mit einer Möglichkeit zum 0:3, der Leser kennt den Mann schon.

Der zweite Durchgang war im Grunde fast ein Abbild des ersten. Die Tore fielen im gleichen Rhythmus wie zuvor. So war das 0:3 in der 56. Minute der Killer aller ja durchaus noch realistischen Hoffnungen. Ein Freistoß von halblinks landet in einer Traube von Spielern beider Teams beim langen Brenkener Mittelstürmer, der mit einem unhaltbaren Kopfball einmal mehr seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte. Die SVer verzagten nicht und - das kann man ihnen nicht nachsagen - suchten nach wie vor eine Ergebnisverbesserung, ohne Erfolg, wenngleich der inzwischen eingewechselte Marius Müller zwei-, dreimal zu guten Gelegenheiten kam, kurz vor Schluss zu einer hundertprozentigen, als er alleine vor dem Tor leider den Spann einsetzte und prompt bei dem nicht optimalen Rasen den Ball nicht richtig traf.
Eine Viertelstunde zuvor hatte er beim 0:4 noch Anschauungsunterricht, als ein Mann aus Brenken eine nicht einfach zu nehmende Kopfballablage ins Tor hämmerte. Es passte aber auch zum Spiel und dem viel zitierten Glück des Tüchtigen.

Trainer und Spieler werden dieses Spiel schnell abhaken. Brenken ist nicht Husen/Henglarn, nicht Haaren/Helmern, nicht Etteln. Die Spitzenposition hat es, und damit sind wir wieder beim Anfang