SVS - Express

SV Steinhausen - TSV Tudorf 1 : 3 (0:3)

7. Spieltag - Nach 1:3 nun Träger der Roten Laterne

1. Mannschaft

Steinhausen: Der Einstand der Blitzverpflichtung Daniel Richts als neuer Coach ging gründlich daneben. Mit einem 1:3, das eher noch als glimpflich bezeichnet werden muss, rutschte die Mannschaft ans Tabellenende, da Sande ein Überraschungscoup in Marienloh gelang. Just nach Sande muss der SV am nächsten Wochenende. Ja dann...
Die Haase-Brüder waren nicht dabei, andererseits der Oldie Andre Klarczynski, den Daniel Richts ins defensive Mittelfeld beorderte. Ansonsten spielte die Mannschaft, die in Siddinghausen durchaus Aufwärtstrend gezeigt hatte. Es sollte jedoch zu einem jähen und in dieser Form nicht unbedingt erwartbaren Absturz kommen. Was die Mannschaft in der 1. Halbzeit auf den Platz brachte, reicht nicht für die Kreisliga A, erst recht nicht für die demnächst eingeführte eingleisige Liga. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu beschönigen.
Zum nunmehr x-ten Mal wurde das Team gleich am Anfang (4.) böse auf dem falschen Fuß erwischt. Ein Freistoß von links wird flach/halbhoch auf den kurzen Pfosten gespielt, wo ein Tudorfer mit einem einfachen Schlenzer das Tor machte. Nicht ein Steinhäuser war da, um diesen torgefährlichen Raum abzudecken. Alle warteten auf einen längeren Ball in die Mitte oder auf den zweiten Pfosten. Eine taktische Todsünde und äußerst naiv.
Der SV versuchte den Gegenschlag, traf auch auf eine nicht unbedingt sattelfeste Abwehr, kam jedoch nur einmal durch, da allerdings mit großer, großer Chance auf den Ausgleich. Lukas Salmen wurde auf halbrechts gut freigespielt, zögerte eine Millisekunde zu lange, hatte aber immer noch nur den Torwart gegen sich, der auch prompt mit Fußabwehr rettete. Leider war das nicht der Auftakt zu druckvollem Angriffsspiel, im Gegenteil: Konnte in der 22. Minute noch die Latte rettend eingreifen, war zwei Minuten später der Ball drin, als ein Mittelfeldspieler unbedrängt und zentral vor dem Sechzehner aus gut 20 Metern ins untere linke Eck traf. Nur vier Minuten später der endgültige Knockout. Erneut kann der Ball aus dem zentralen Mittelfeld in die Spitze gespielt werden, wo Stürmer und Daniel Dirks sich regelwidrig kreuzen. Der Elfmeter saß, die Steinhäuser Köpfe ganz unten, die Restzeit bis zur Pause unfallfrei.
Die 2. Halbzeit kann recht kurz abgehandelt werden. Rein optisch war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Tudorfer nun großzügige Räume im Mittelfeld anboten und vorne nur einige Male das Tor bedrohten, dann aber mit erstklassigen Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Vor dem anderen Tor verpufften die zahlreichen Angriffsbemühungen durch Eigensinnigkeit, Fehlpässe und die eine oder andere falsche oder unglückliche Handlungsentscheidung. Passend die Situation eine Viertelstunde vor Schluss, als Christian Pekala nach Abwehrfehler der Ball frei und unbedrängt nur wenige Meter vor dem Tor präsentiert wird, der Abschluss dann jedoch völlig misslang.
Daher verzichtete er kurz vor dem Ende auf die Ausführung des Elfmeters nach Foul an ihm selbst und überließ Lukas den Ball. So fand das Spiel sein Endergebnis.


Autor:

Anton Rüther