SVS - Express

SV Sande - SV Steinhausen 0 : 4 (0:1)

8. Spieltag - Na endlich, und gleich 4:0 !

1. Mannschaft

Sande: Der Bann ist gebrochen, der erste Sieg im 8.(!) Saisonspiel, eine Marke, nach der man wohl in der Vergangenheit ganz lange suchen muss. Umso bedeutender in der aktuellen Situation, zumal man damit einen Konkurrenten im Tabellenkeller unten gehalten hat. Er dürfte das Selbstvertrauen zurückgeben, ohne das wenig geht. Wie wichtig es ist, konnte man geradezu exemplarisch in Sande sehen. Denn die Auftaktminuten glichen in Anpassung an den Dauerregen und einen glitschigen Rasen eher einem Schwimmfestival, als Aufbau- und Stockfehler den Gastgebern aussichtsreiche Situationen präsentierten. Daniel Dirks behielt zum Glück die Ruhe und war Endstation Sander Bemühungen. Befreiend und etwas überraschend das Führungstor in diesen wackligen Minuten, als Lukas Salmen auf dem rechten Flügel seinen Widerpart überlief, flach und leicht zurück passte und damit Christian Pekala an den Ball brachte. Kurze Orientierung und dann flach in den Kasten. Nur zwei Minuten später jubelte Christian erneut, doch hatte ihn der Schiedsrichter im Abseits gesehen.
Seine dritte Chance bekam er durch einen schönen Pass von Uwe Kiekebusch, verdaddelte sie jedoch. Danach häuften sich wieder die Abspielfehler, Sande kam zurück, hatte mit einem Lattenschuss Pech und traf kurz danach gleich zweimal in bedrohlicher Situation auf den Spassverderber Daniel. Die nächste Gelegenheit gehörte wieder den ganz in Blau spielenden Steinhäusern. Fabian Haselhorst kam nach Fehlern in Serie der Sander Hintermannschaft am rechten Strafraumeck an den Ball, traute sich aber nicht, auf das verwaiste Tor zu schießen, was er drei Sekunden später wohl bedauerte, als er zumindest noch eine Eckball herausholen konnte.
Im 2. Spielabschnitt brachte nach einer Stunde ein geschenkter Foulelfmeter - der Torwart hatte Lars Kaup in eigentlich schon toter Situation von den Beinen geholt - endlich das Selbstvertrauen in Kopf und Beine der SVer. Hatte man noch kurz vor dem Elfer Riesendusel gehabt, als ein Sander freistehend einen Meter vor dem Tor über dieses schoss, wirkte nun das 2:0 wie ein Knotenlöser. Ruhiger und sicherer wurden die Aktionen, die Abspiele deutlich besser. Und das Glück kam dazu.
Eine Viertelstunde vor Ende raste der eingewechselte Niklas Karthaus an der Außenlinie entlang, wurde per Steilpass geschickt und konnte den Ball noch vor der Grundlinie in einem Kraftakt behaupten, den Gegenspieler hinter sich lassen und den freistehenden Uwe anspielen. Dessen Schuss fand nicht den Weg ins Tor, jedoch über einen Umweg wieder zu Niklas, der sich mit trockenem Flachschuss in die linke untere Ecke bedankte. Ob plötzliche Lust oder Wiedergutmachung, drei Minuten später sprintete Uwe in einer Art Energieanfall in freie Position, wurde auch prompt von Lukas bedient und vollendete sicher zum Endstand. Selbstvertauen pur.
Nur noch Nebensache, dennoch auch kennzeichnend für das Spiel, war der Pfostentreffer der Hausherren in der 88. Minute, ermöglicht durch Daniel, dem hier der einzige Konzentrationsfehler unterlief. Man muss auch mal Glück haben.
Hoffen wir, dass am kommenden Sonntag das Selbstvertrauen noch da ist, um den Konkurrenten aus Wewelsburg/Ahden zu bezwingen. Es wird gebraucht.


Autor:

Anton Rüther