SVS - Express

SV Steinhausen - SG Wewelsburg/Ahden 2 : 1 (0:1)

9. Spieltag - Nachgelegt - wichtige drei Punkte

1:Mannschaft

Steinhausen: Angesichts der Bedeutung des Spiels ist sicher kein Zuschauer mit der Erwartung gekommen, spielerische Delikatessen serviert zu bekommen. Was er dann jedoch sehen musste, ging schwer ans Gemüt. Die Steinhäuser werden sich damit trösten, eine pralle Portion schönster Herbstsonne genossen und vor allem einen Sieg erlebt zu haben. Bemerkenswert auch deswegen, weil mindestens drei Spieler einen rabenschwarzen Tag erwischt haben, zu denen ganz gewiss nicht Daniel Dirks gehörte, der nicht unwesentlich daran beteiligt war, dass es besonders in der 1. Halbzeit nicht öfter einschlug.
Dabei fing alles ganz ordentlich an, nämlich mit selten gesehener Druckphase in den ersten Minuten. Lukas Salmen und Christian Pekala hatten indes kein Schussglück. Es folgte eine Viertelstunde mit zerfahrenem Spiel auf beiden Seiten, das in der 23. Minute einen Kick hätte bekommen können, wenn Christian nach schöner Vorarbeit von Jan Rüther eine Hundertprozentige nicht fahrlässig vergeben hätte. Es war aber der Weckruf für die Gäste, die nun häufiger im Sechzehner auftauchten und das nicht ungefährlich. Für ihren Führungstreffer bekamen sie allerdings nicht tat-, sondern unterlassungskräftige Hilfe der Steinhäuser Abwehr, die sich einen längeren Lauf mit dem Ball und den präzisen Abschluss eines gegnerischen Stürmers hilflos anschaute. Das Ganze kurz vor der Pause.
Steinhausen musste nun kommen, der Gegner wollte fast nur noch zerstören und ließ sich eine lange, lange Zeit nicht vor Daniels Tor blicken. Elf Minuten brauchte es nur, bis Marvin aus dem zentralen Mittelfeld heraus den in Mittelstürmerposition laufenden Lukas mit einem prima getimten Pass bediente und der endlich einmal das Duell mit dem Torwart gewann. Erstes Ziel erreicht.
Bis zur Ankunft am zweiten und eigentlichen Ziel des Spiels sollte es noch gut 25 Minuten dauern. Und die wurden lang und unschön. Eine einzige Hackerei mit schlimmen Fouls hüben wie drüben bestimmte diesen Spielabschnitt, der nur eine fußballerisch interessante Szene hatte, als Uwe Kiekebusch sich auf links durchsetzte und eine genaue Flanke auf den wartenden Christian schlug. Wie bekannt, ist der Kopfball nicht seine Stärke und so war der Ball drüber, die Chance dahin.
Wenn die Mannschaft in der 2. Halbzeit etwas richtig gemacht hat, dann auf spielerische Versuche zu verzichten, das Mittelfeld Richtung Tor zu überbrücken. Das liegt ihr nicht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Siegtreffer in der 82. Minute Produkt eines Lange-Bälle-Spiels war.
Das Nachsetzen, das Bemühen um den sogenannten "zweiten Ball", der damit verbundene Druck auf die Abwehr eröffnet zuweilen plötzliche Möglichkeiten zum Torschuss. In diesem Fall war Marius Müller der Profiteur, als ihm der Ball nach einem verunglückten Abwehrversuch vor die Füße kam. Sein satter Schuss verunglückte nicht, der Ball beulte rechts oben das Netz.
Noch war eine gefährliche Schusschance zu überstehen, dann beendete der zuweilen etwas merkwürdig pfeifende Schiedsrichter endlich das Spiel.
Bevor die Hinserie mit dem 10. Spieltag am kommenden Sonntag in Verne fortgesetzt wird, steht am Mittwoch erst noch das 1. Spiel der Rückrunde in Upsprunge an. Merkwürdig !


Autor:

Anton Rüther