SVS - Express

SV Marienloh - SV Steinhausen 3 : 0 (1:0)

16. Spieltag - Ordentliche Leistung reichte nicht

1. Mannschaft

Marienloh: Die 47. war wohl die Minute, in der das Spiel entschieden wurde. Da nämlich erzielten die Marienloher ihr zweites Tor. Glücklich, da der Torschütze aus gut 20 Metern von halbrechts mit seinem Schuss, ob gewollt (sehr zweifelhaft) oder als Flanke, in die hintere linke Ecke traf.
Die Steinhäuser hatten dann gerade wieder die gesenkten Köpfe halbwegs nach oben gebracht, als zehn Minuten später der Endstand besorgt wurde, ein großzügiges Geschenk, da der Schütze nach einer Ecke völlig unbedrängt aus einem Meter das Tor nicht mehr verfehlen konnte. Der Tiefschlag saß, und so schafften es die Spieler nicht mehr, gefährlich nach vorne zu kommen, zumal der Hausherr nun, beflügelt durch die sichere Führung, die in der ersten Halbzeit kaum sichtbaren spielerischen Qualitäten zeigen konnte. Von daher ist der Sieg letztlich verdient.
Danach hatte es im ersten Durchgang wahrlich nicht ausgesehen, war es doch ein Spiel absolut auf Augenhöhe. Natürlich begannen die Gastgeber forsch, zeigten Biss und Robustheit, trafen jedoch auf einen aufmerksamen und laufstarken SV, der nach gut zehn Minuten zunehmend ins auch offensive Spiel fand. Und es gab sehenswerte Kombinationen, denen nur ein präziserer und entschlossener Abschluss fehlte. Das Fehlen der aggressiven Typen wie Marvin Zumdick und Lars Kaup bedauerte man in dieser Phase. Etwa von der 25. bis zum 0:1 in der 33. Minute sah man die besten Möglichkeiten. Christian Pekala und zweimal Uwe Kiekebusch brachten den Ball nicht ins Tor, wobei der Pfosten in einem Fall den schon auf den Lippen liegenden Torschrei abwürgte.
Wohl beseelt davon, dass es eigentlich ganz gut lief, griff man dann trotz oder vielleicht wegen nummerischer Überlegenheit den "Neuner" auf der linken Seite nicht energisch an, der sich allzu leicht auf die Grundlinie durchdribbeln konnte und es mit seiner flachen Hereingabe dem Torschützen recht leicht machte. Es passierte bis zum Halbzeitpfiff nichts Berichtenswertes mehr, so dass man im Grunde positiv in die zweite Hälfte gehen konnte.
Was dann passierte, ist bekannt, und so können wir einmal mehr auf einen Auftritt der Mannschaft zurückblicken, der die Qualitäten für den Klassenerhalt erkennen lässt. Doch müssen sie in Punkte umgesetzt werden, am besten gleich in den nächsten beiden und letzten Spielen des Jahres 2018.
Am 2.12. gegen Espeln, am 9.12. in Salzkotten.


Autor:

Anton Rüther

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