SVS - Express

SV Steinhausen - SV Sande 2 : 0 (2:0)

22. Spieltag - Ein enorm wichtiger Sieg

Steinhausen: Einen ganz, ganz wichtigen Sieg konnte die Mannschaft an diesem Spieltag verbuchen. Gut für das Selbstvertrauen, gut für die Stimmung, gut für die Tabelle. Es war der erste Sieg seit dem 3. Oktober vergangenen Jahres in Upsprunge ! Damit sieht bei aller Vorsicht das Unternehmen "Klassenerhalt" schon rosiger aus, zumal der Kreis der diesbezüglichen Aspiranten größer geworden ist.
Die Bedeutung des Spiels war gerade in der Anfangsphase deutlich abzulesen. Man nahm zwar das Heft in die Hand, konnte aber zunächst in vorderster Front keine Gefahr verbreiten, obwohl mit Uwe Kiekebusch, Patrick Pekala und Marvin Zumdick drei erfahrene und torgefährliche Stürmer aufgeboten waren. Nervosität und der holprige Platz bremsten die Aktionen früh. Zum Glück nutzte der Mittelstürmer der Gäste eine große Möglichkeit nicht, als er nach schnellem und gradlinigem Konter unbedrängt an den Ball kam, die Direktabnahme jedoch neben das Tor setzte. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ihm solche Freiheiten gewährt wurden. Als wäre es aber das Signal gewesen, endlich selbst tätig zu werden, drangen die Steinhäuser danach vermehrt in gefährlichere Zonen ein und wurden schnell belohnt. Sven Zumdick sieht auf links den freien Uwe, spielt ihn sauber an, der nun seinerseits den ebenso freien Christian Pekala mit präziser Flanke bedient. Ein feiner Kopfball vollendete den gelungenen Spielzug zum 1:0. Eine knappe Viertelstunde war gespielt. Die folgenden Minuten wollten die SVer sofort nutzen, um nachzulegen.
Es gelang nicht recht, im Gegenteil. Der Gast wagte sich zunehmend weiter nach vorne und hatte die Chance zum Ausgleich, die Ingo Klose prima zu vereiteln wusste. In dieser Phase war das gesamte Defensivverhalten nicht immer geschickt, dazu kam unnötige und adressatenfreie Pölerei, die prompt den nächsten Angriff der Sander einleitete. Nach einer halben Stunde Spielzeit erlahmte der Schwung der Gäste, das Spiel wurde wieder offener. Insbesondere Patrick Pekala war nun endlich in seinem Spielmodus - nach so langer Pause sicher verständlich - und war fortan bei fast allen tornahen Aktionen dabei. So fühlte er sich auch sicher, als es kurz vor Halbzeit um die Ausführung eines Elfmeters ging. Was war passiert ? Ein Zuspiel auf Christian Pekala wollte der Torwart verhindern, traf aber mehr ihn als den Ball. Der Schieri ließ zunächst wegen vermeintlichen Vorteils weiterlaufen, zeigte dann auf den Punkt, als der Vorteil keiner mehr war. Bruder Patrick verwandelte sicher und hätte kurz danach fast auf 3:0 erhöht, doch landete der Abschluss nach Durchbruch auf der linken Seite neben dem Kasten.
Der zweite Durchgang war noch keine Minute alt, da ergab sich bereits der erste Konter, der wie so etliche danach am letzten Pass scheiterte. Die schon angesprochenen Platzverhältnisse können dabei nicht immer als Entschuldigung herhalten, denn die meisten der letzten Pässe konnten ohne Druck des Gegners gespielt werden. Es fehlte an Konzentration, die auch die Passstärke betraf.
So musste die Konzentration zumindest in der Abwehrarbeit bis zum Abpfiff hochgehalten werden, um gar nicht erst den Anschlusstreffer zuzulassen. Bei einigen Unsicherheiten gelang es letztlich relativ sicher. Trainern, Mannschaft und Zuschauern wäre es aber deutlich lieber gewesen, auf diese Spannung zu verzichten. An Chancen und Konterspielmöglichkeiten mangelte es fürwahr nicht.
Nun gut, die hochverdienten drei Punkte blieben in Steinhausen, der Anfang ist gemacht, die nächsten Aufgaben unter etwas weniger Druck anzugehen. Mit Wewelsburg/Ahden erwartet indes ein Gegner den SV, der sicher die 0:6 - Klatsche vom Sonntag vergessen machen und zugleich einen Konkurrenten hinter sich lassen will. Ein Sechs-Punkte-Spiel also. Dazu sind auch Nerven gefragt, die man im Griff hat. Die eine oder andere gelbe Karte im Spiel gegen Sande war gelinde gesagt unnötig, bei aller Wichtigkeit des Spiels !


Autor:

Anton Rüther

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