SVS - Express

TSV Tudorf - SV Steinhausen 4 : 3 (2:1)

21. Spieltag - Grobe Fahrlässigkeit wird bestraft

Tudorf: Sorry, Jungs, aber diese Niederlage geht einzig und allein auf euer Konto mit den Unterkonten
"Gröbste Fahrlässigkeit" und, ich sag es nicht gerne, "Dummheit".
Wie anders soll man es denn nennen, wenn man nach zweimaligem Aufholen eines Rückstandes, nach schon zwei Toren und einiger weiterer Chancen des Mittelstürmers dieser wieder nach mehrfach erlebtem Muster den freien Raum und das passende Anspiel bekommt und Ingo keine Chance ließ, und das kurz vor Toresschluss. Wo war das Mittelfeld, das nur mehr Augen für das Offensivspiel hatte, wo die Absicherung durch Hintereinander-, nicht Nebeneinanderstehen der Abwehrspieler im Zentrum, wenn ein so schneller Stürmer geschickt wird ?
Schon beim Elfmeter zum 3:2 musste man sich fragen, warum ein Lars Kaup ständig mit Schaum vor dem Mund in die Zweikämpfe geht, von denen die Hälfte mit Foul geführt wird. Eins hatte ihm schon vorher in einer völlig ungefährlichen Zone die Gelbe Karte eingebracht. Bei aller Bissigkeit muss er sein Auge besser schulen und bei der Zweikampfführung geschickter agieren.
Der ganze Ärger ist umso größer, als der SV nach zehn Minuten mindestens mit 1:0 hätte führen müssen, doch Lukas, Marvin und Patrick trafen nicht und auch Christian nicht, der freistehend den Ball aus kurzer Distanz nicht ins Tor brachte.
Plötzlich riss der Faden, die Hausherren kamen im Minutentakt zu besten Chancen, die das 1:0 schon andeuteten. Nach 14 Minuten war es soweit: Ungestört kommt auf der rechten Seite ein Tudorfer zum Flanken, der Mittelstürmer, nicht der Größten einer, verwandelt per Kopf. Ein paar Minuten später wird die linke Abwehrseite komplett überlaufen, Alarm im Sechzehner, gut gegangen. Nicht so fünf Minuten später, als ein Konter durch die Mitte die oben schon angesprochenen Mängel zum 2:0 nutzte, wieder durch den Neuner. Das weckte wiederum den Ehrgeiz der Grün-Weißen, die in der Folge zu guten bis prächtigen Gelegenheiten kamen. Uwe bekommt nach schönem Angriff und missglückter Abwehr den Ball vor die Füße, schießt übers Gebälk, Christian fordert heftig den Elfmeterpfiff, als er sich nach scharfem Pass von rechts plötzlich auf dem Boden wiederfand. Lars scheitert mit seinem Kopfball an einer Superreaktion des Keepers. Der nächste Angriff führte jedoch zum überfälligen Anschlusstreffer, den Patrick nach toller Einzelleistung auf engstem Raum erzielte. Patrick war nun in seinem Element, traf allerdings bei einem aussichtsreichen Konter die falsche Entscheidung und in seiner nächsten Szene nach Vorarbeit durch Marvin den Ball nicht sauber. Halbzeit.
Wieder gehörte die Anfangsphase den Gästen, die gleich über Patrick auf rechts durchbrachen. Sein scharfer Pass wird abgefälscht und erwischt wartende Steinhäuser auf dem falschen Fuß. Die folgende Ecke erzeugte wohl großes Durcheinander, leider kein Tor. Dies hatte bei dem ersten Konter der Tudorfer der Mittelstürmer auf dem Fuß, setzte den Ball, allein vor Ingo, aber neben das Tor. Steinhausen war wieder am Zug, Uwe wird schön freigespielt, macht einen Haken, der Schuss
wird abgeblockt. Deutlich weniger erfolgversprechend war dann der Anlauf zum Ausgleich. Christian wird am Sechzehner angespielt, hat kaum eine Chance, den Ball zu verarbeiten, stellt den Körper resolut und grenzwertig in den Weg, wodurch der Ball überraschend zum aufgerückten Luca Schulte kommt. Ein trockener Schuss, der Ball saß, Lucas erstes Meisterschaftstor. Glückwunsch !.
Gut eine Stunde war gespielt. Die Hausherren waren nun wieder am Zug, setzten zunächst in aussichtsreicher Position einen Kopfball übers Tor, um dann per Elfmeter erneut in Front zu gehen.
Marius Müller kam für Uwe und hatte gleich den Ball in einer Position, wo er besser geflankt hätte. Aber Marius liebt es ja, Tore möglichst aus großer Distanz zu machen. Zwölf Minuten vor Abpfiff der Ausgleich: Marvin spielt auf Christian, die Tudorfer reklamieren Abseits und lassen den Steinhäuser aus der Drehung abschließen. Völlig regulär das Tor. Die SVer wittern Morgenlust, kommen noch zweimal gefährlich vors Tor, vergessen nun aber ihre Ordnung. Die Konsequenz ist bekannt.
Sonntag kommt Scharmede. Die Bedeutung des Spiels muss man wohl keinem erklären.


Autor:

Anton Rüther

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