SVS - Express

- 26. Spieltag: Das tut weh - 1:3 !

Sportplatz Auf der Höh:
SV Steinhausen - SCC Scharmede 1 : 3 (1.0)

Man findet kaum mehr Worte, das Geschehen auf dem Platz und das Endergebnis zu erklären.
Fakt ist, dass diese Niederlage wie die letzte in Tudorf selbstverschuldet und damit unnötig war.
Da geht man schon nach langer Zeit einmal in Führung, hat die Möglichkeiten, sie auszubauen, und verliert nach einem haarsträubenden Fehler eines erfahrenen Abwehrroutiniers den Faden und letztlich das Spiel. Es ist einfach keine Stabilität da, weder in der Abwehr noch im Spielaufbau noch in der Erarbeitung und Nutzung von Chancen. Die Fehlpassquote war unterirdisch, selbst bei simplen Zuspielen.
Dabei ließ die erste Halbzeit nach schwachem Beginn diesen Abfall nicht erkennen, die Mannschaft entwickelte ab der 15. Minute stärkeren Zug zum Tor und schoss ein sehenswertes Tor. Patrick Pekala hatte ein hohes Zuspiel verlängert und damit Nick Redder ins Spiel gebracht, der ein paar Schritte lief und mit sattem Schuss und optimaler Flugkurve aus ca. 20 Metern den Keeper überwand.
Nur ein paar Minuten später wäre ein misslungenes Abseitsstellen beinahe zum Verhängnis worden. Der Stürmer verzog jedoch. Die SVer wurden nun stärker und hatten in Person von Lukas Salmen eine hochkarätige Einschussmöglichkeit. Vorausgegangen war eine schöne Passfolge über Christian zu seinem Bruder in der Mitte, der wiederum per Hacke auf Lukas verlängerte. Die Ruhe, das Auge, was auch immer, verließen ihn, so dass er den Torwart anschoss. Kurz vor der Halbzeit dribbelte sich Patrick auf links durch und brachte den Ball flach und scharf vors Tor. Ob es als Pass oder Torschuss gedacht war, war schwer zu erkennen. Der Torwart löste die Frage auf seine Art und "krallte" sich den Ball.
Den zweiten Durchgang markierten drei Schlüsselszenen. Die wohl bedeutendste führte zum Ausgleich nach 51 Minuten, als sich Jens zu einer fatalen Ballverteidigung entschloss, indem er kurz vor der Grundlinie den Gegenspieler abdrängen, den Ball ins Aus laufen lassen wollte. Der Scharmeder machte das Spiel nicht mit, kiebitzte sich das Leder und schoss ins Tor.
Fortan entwickelte sich ein äußerst zerfahrenes Spiel, in dem die Steinhäuser wohl willens waren, den Torerfolg zu suchen, doch weitgehend kopflos agierten. Einzig nach gut einer Stunde, und damit sind wir bei der zweiten Schlüsselszene, gab es einen wirklich guten Angriff zu sehen, den Lukas mit feinem Pass zu Patrick einleitete.Dessen promptes Weiterleiten fand seinen Bruder in bester Position freistehend etwa sieben oder acht Meter vor dem Tor. Dann müssen ihm wohl tausend Gedanken durch den Kopf geschossen sein, den richtigen verpasste er und verhaspelte sich.
Als die Scharmeder zwei weitere gefährliche Situationen überstanden hatten - bei der ersten wurde Patrick eben noch gestoppt, bei der zweiten zielte Marvin nach Eckstoß nicht sauber - , wurden sie ihrerseits mutiger und kombinierten ruhiger. Lohn war in der 75. Minute das 1:2. Gefühlte zwei Minuten lang gelang es der Steinhäuser Abwehr nicht, trotz einiger Zugriffsmöglichkeiten den Ballfluss zu stoppen. Der letzte Pass, präzise durchgestochen, ermöglichte den Treffer. Von diesem Schock, dem dritten markanten Punkt, erholten sich die Grün-Weißen nicht mehr. Zwar spielten sich vor allem nach Ecken noch zwei,drei brisante Szenen ab, doch sollte es nicht mehr klappen.
Die letzte Spielaktion überhaupt machte das Fass voll:1:3.
Zum verkorksten Spiel passte auch die Verletzung von Philipp Zumdick, der bei einem Zweikampf unglücklich auf seine eh vorbelastete Schulter fiel und ins Krankenhaus musste. Wünschen wir ihm alles Gute !
Am kommenden Sonntag muss die Mannschaft nach Hövelriege, bevor dann noch zwei Heimspiele anstehen. Die Chancen, aus diesem Schlamassel zu kommen, sind also noch vorhanden.


Autor:

Anton Rüther

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