SVS - Express

SV Steinhausen - SV BW Etteln 2 : 1 (0:0)

20. Spieltag - Ein ganz wichtiger Sieg

1. Mannschaft

Steinhausen: Spürbares Aufatmen beim Schlusspfiff des insgesamt gut leitenden Schiedsrichters, hatte doch der Gast zwei Minuten zuvor noch den Anschlusstreffer erzielt. Es wäre jedoch alles andere als verdient gewesen, hätten die Ettelner noch den Ausgleich erzielt. So wurde der Tabellenvorletzte unten gehalten und der Abstand zu eben diesem Abstiegsplatz vergrößert. Es war bei guten Platz (Kunstrasen)- und Wetterverhältnissen das erwartete Kampfspiel, das sich beide Mannschaften über 90 Minuten lieferten, zuweilen mit übertriebenem Körpereinsatz jenseits des Erlaubten. So nahm das Spiel im 1. Durchgang kaum eine erkennbare Struktur an, wobei die Gäste vor allem zu Beginn etwas besser aussahen und gleich in der 4. Minute zu einer ernsthaften Chance kamen. Zu leicht hatten sie sich über die rechte Seite durchkombiniert, doch Ingo konnte den Schuss parieren. Nach einer Viertelstunde wurde das Spiel etwas ruhiger, die vorher laut dröhnenden Stimmen der Spieler mussten sich auch erholen und so neutralisierten sich beide Teams im Raum zwischen den beiden Sechzehnern. In ihnen war nichts los. Ärgerlich nur das Wegwerfen der Chancen, die sich durch bessere Freistöße hätten ergeben können. Zu weit, zu flach, zu nah am Torwart, Heinz Gockel macht seinem Unmut darüber lauthals Luft. In den letzten 15 Minuten der 1. Halbzeit wurde man etwas zielstrebiger. Es begann mit einem abgefälschten Freistoß durch Christian Pekala, den der Torwart noch entschärfen konnte, und setzte sich in der 38. Minute mit der besten Möglichkeit fort. Patrick Pekala nahm einen langen Pass auf Rechtsaußen auf, schüttelte seinen Widersacher ab und passte zurück auf den nachrückenden Lukas Salmen. Offensichtlich überrascht von der aussichtsreichen Schussposition wurde er hibbelig und vergaß die nötige Schusstechnik. Drei Minuetn später fehlte Christian nach einer endlich mal guten Passfolge im Sechzehner die Kraft und vielleicht auch Konzentration zu einem erfolgreichen Abschluss. Die Position war gut. Den Aufreger der Schlussminuten besorgten allerdings die Ettelner. Ein Eckball sorgte für ein heilloses Durcheinander, das ein Gästespieler am langen Pfosten fast zur Führung genutzt hätte, wäre der Pfosten nicht Endstation gewesen. Im Gegenzug brachte ein schöner Diagonalpass Marvins Patrick in freie Position. dem Kopfball nach Aufsetzer konnte er aber verständlicherweise nicht mehr den notwendigen Druck verleihen. Dass der 1. Durchgang schon eine Art Abnutzungskampf gewesen war, offenbarte sich den gar nicht wenigen Zuschauern recht bald. Es waren erfreulicherweise die Steinhäuser, die dem Spiel nun eindeutig ihren Stempel aufdrückten. Die folgende Chancendichte war nur ein Indiz. Gleich nach drei Minuten trifft Christian, gut freigespielt, den Ball alleinstehend nicht richtig. Patrick köpft nach Ecke über den Kasten, ein weiterer Eckball wartet eigentlich nur auf einen Abstauber auf seinem Weg durch den Fünfer - vergebens. Marvin hat bei einem Pressschlag Pech: knapp daneben. Gut 70 Minuten waren mittlerweile absolviert, das 1:0 war überfällig. Es dauerte bis dahin indes noch zwei Großchancen. Zunächst konnte Lukas Salmen seine eigene gute Vorarbeit nicht nutzen, dem Schuss aus bester Position die nötige Präzision zu geben, dann zielte Lars Kaup etwas zu hoch. Die Erlösung kurz darauf. Aus dem halblinken Mittelfeld spielte Fabian Haselhorst einen gekonnten Pass in den Lauf von Patrick, dessen letzter Schritt gerade reichte, am Torwart vorbeizuspitzeln. Der Ausgleich folgte nur drei Minuten danach, nicht im Spielstand, sondern "nur" im familieninternen Wettbewerb der Pekalas. Ein gut inszenierter Angriff über links schien schon ein Ende gefunden zu haben, als der Ball doch irgendwie zu Lars in den 16er gelangte, der mit Kopf auf Christian verlängerte. Der behielt die Ruhe und schoss ein. Von den Gästen war bis dahin kaum mehr als Härte zu sehen, Ingo war weitgehend arbeitslos. Dass er den Ball einmal aus dem Netz holen musste, "verdankte" er der leichtfertigen Uneinigkeit seiner Mannschaftskameraden aus dem Zumdick-Clan. Der profitierende Ettelner konnte allein aufs Tor zulaufen und sich die Ecke aussuchen. Die beiden dürften die lautesten Seufzer abgegeben haben, als der Schiedsrichter endlich abpfiff.


Autor:

Anton Rüther

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