SVS - Express

SG Husen-Henglarn - SV Steinhausen 1 : 3 (1:1)

21. Spieltag - Der dritte Dreier in Serie

1. Mannschaft

Steinhausen: Ihren Aufwärtstrend bestätigten die SVer im gestrigen Abendspiel bei der SG Husen/Henglarn deutlich und in erfreulicher Art und Weise. In der Tabelle wird dies durch einen Sprung auf Rang 9 sichtbar, der Anschluss zum oberen Mittelfeld ist hergestellt.

Heinz Gockel hatte gezwungenermaßen das Mannschaftsbild verändern müssen, da ihm mit Patrick Pekala und Marius Müller zwei Stoßstürmer und hinten Fabian Haselhorst nicht zur Verfügung standen. Bastian Kuhn und Nick Redder standen somit in der Startformation.
Auf sehr holprigem und tiefem Naturrasen legten die Gastgeber gleich los wie die berühmte Feuerwehr, wollten sie doch das sonntägliche 1:9 - Debakel in Marienloh vergessen machen. Und tatsächlich brachten sie mit recht einfachem Spiel in die vordere Reihe die Abwehr der Steinhäuser ein ums andere Mal in Verlegenheit. So war der Führungstreffer in der 13. Minute alles andere als eine Überraschung, wenngleich in seiner Entstehung ärgerlich. Auf die völlig verwaiste linke Angriffsseite kam ein langer Ball, den der Mittelstürmer nach einem Lauf über etwa 30 Meter ungehindert aufnehmen und Richtung Tor führen konnte. Jens Haase, der ansonsten eine prima Defensivleistung ablieferte, lief etwas zu hektisch auf den Stürmer zu, hatte zudem Pech, als beim Abwehrversuch der Ball wieder vor die Füße des Gegners kam, der mit einer Hereingabe auf den langen Pfosten einen Mitspieler fand. Dessen Kopfball war nur noch Formsache.

Der Gastgeber setzte nicht nach, und so konnte der SV allmählich das Spiel offen gestalten und mit Jan Rüthers Schuss aus 30 Metern den Torwart ein erstes Mal beschäftigen. Zudem erwies sich die Einwechslung von Dominik Wydrinna für den verletzten Lukas Salmen als belebend. So war eine feste und dennoch bewegliche Anspielstation gegeben, die der in Zunge und Beinen wuselige Stürmer gut auszufüllen wusste. Das Tor der Spielgemeinschaft wurde nun häufiger und gezielter anvisiert, es herrschte teilweiser lebhafter Verkehr im Sechzehner. Der Ausgleich in der 44. Minute war allerdings ein Produkt der feineren Art. Aus dem Mittelfeld wird ein kluger und gut getimter Steilpass in die Nahtstelle gespielt, von Christian Pekala aufgenommen und, allein vor dem Tor, sicher im selben per Flachschuss untergebracht. Ein Zeitpunkt nach Maß !
Nach dem wärmenden Pausentee legten die Steinhäuser sogleich richtig los und hatten in den folgenden 15 Minuten ihre stärkste Phase im Spiel. Marvin prüfte den Torwart mit einem satten 20 m-Schuss. Trotz Ausrutschens kam der noch eben an den Ball, Christian traf den Pfosten, Niklas Karthaus bot sich eine gute Schusschance von der 16 m - Linie. Die Gastgeber überstanden diese Welle unbeschadet und verstärkten ihrerseits die Bemühungen, vergaben einmal freistehend. Den Dämpfer zur rechten Zeit, aus Steinhäuser Sicht natürlich, verabreichte ihnen dann in der 68. Minute Lars Kaup. Kantig und energisch - überhaupt war dieser Kampf gegen diesen Gegner und diese Platzverhältnisse nach seinem Geschmack - setzte er sich durch und hatte noch die Kraft, aus 18 bis 20 Metern wuchtig abzuziehen. Der Torwart war überfordert, der Ball drin. Die Reaktion folgte fast auf dem Fuß, endete aber bei den Händen von Ingo Klose, der den scharf geschossenen Ball zur Ecke abwehren konnte. Ganz kurz darauf gewann der gegnerische Torwart das Duell gegen Jan. Der Freistoß aus bester Position war nicht schlecht geschossen. Zwei Minuten später der Knockout für die Gastgeber. Eine weite Flanke von rechts erreicht am linken Fünfmeter-Eck Christians Kopf, von da einen Abwehrspieler, von dem der Ball abprallt. Genau vor die Füße von Sven Zumdick, der sich bedankt, alle Kraft in den Schuss legt und sich ein zweites Mal bedankt, da der Ball irgendwie sein angepeiltes Ziel findet. Christian und Dominik hätten nur ein wenig später endgültig "den Sack zumachen" können. So aber musste noch eine XL-Chance der Männer aus dem Altenautal wegen eines Tiefschlafs auf der linken Abwehrseite überstanden werden. Auf der anderen Seite wollte Dominik dem tapferen Torhüter nicht ein weiteres Mal wehtun und ließ eine Riesenmöglichkeit ungenutzt. Sei's drum.


Autor:

Anton Rüther

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