SVS - Express

SF BW Paderborn - SV Steinhausen 0 : 3 (0:2)

27. Spieltag - Die richtige Antwort

1. Mannschaft

Paderborn: Die richtige Antwort auf das wenig ruhmreiche Spiel gegen Alfen gaben die Grün-Weißen in deutlicher und letztlich auch überzeugender Art und Weise, und das in Abwesenheit der Pekala-Brüder und Jens Haases

Grundpfeiler des Erfolges waren die Kompaktheit der Mannschaft, die Mittelachse Sven - Marvin - Lars sowie gewisse Umstände, die das Siegen erleichterten. Da sind zunächst die Zeitpunkte der Tore zu nennen: 4., 45. und 60. Minute. Sie kamen Keulenschlägen für den Gegner gleich, zumal sie ab der 35. Minute mit zehn Mann auskommen mussten. Ein gegnerischer Stürmer kam wohl mit der heftigen Sonneneinstrahlung nicht klar und ließ sich gegenüber einem Mitspieler zu der No- go- Titulierung "Missgeburt" hinreißen. Der ausgezeichnet pfeifende junge Schiedsrichter tat das einzig Richtige und befreite ihn von der Sonnendusche auf dem Platz.
Es wird Zeit, nun auch dem einzigen Torschützen des Tages die gebührende Würdigung zukommen zu lassen. Mit seinem zweiten Dreierpack der Saison war er natürlich der Mann des Tages, verdientermaßen, da er bei zwei Standards, Ecke und Freistoß, das Näschen für die anfliegenden Bälle hatte, beim ersten Tor mit etwas Glück einen dicken Patzer des Torwarts bestrafte.
Zudem rackerte er unermüdlich.
Marvin hätte mit ihm die Show teilen können, doch suchten sich seine beiden Kopfbälle aus Nahdistanz immer den Torwart aus.
Der für die Gastgeber unglückliche Spielauftakt war für den weiteren Verlauf zwar nicht unwichtig, aber auch nicht entscheidend. Zeit war noch genug vorhanden. Entscheidend war die Spielweise der Steinhäuser nach diesem Führungstreffer, die aufgrund der Kompaktheit, des Ball laufen Lassens und des energischen Zugriffs auf die Aktionen des Gegners diesem die Lust am Spiel gründlich verdarben. Vielleicht ist von daher auch der Ausraster des Paderborners zu sehen.

Auch der oft erlebte Sturm und Drang nach der Pause wurde sicher zu einem Lüftchen degradiert, das 3:0 nach einer Stunde erstickte sichtlich die letzte Hoffnung auf eine Wende. Sie bemühten sich sehr wohl, kamen auch wegen einsetzender Schludrigkeiten auf Steinhäuser Seite zu Abschlüssen, zu einer 100% igen Chance jedoch nicht mehr. Auf der anderen Seite gab es etliche Situationen, die eine Torgefährdung zwangsläufig erscheinen ließen, es blieb jedoch beim Schein.

So hinkte das Spiel seinem Ende zu, unterbrochen von einer fast 15-minütigen Pause wegen einer schweren Verletzung eines Paderborners.


Autor:

Anton Rüther

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