SVS - Express

SV Steinhausen - SV Marienloh 1 : 3 (0:1)

2. Spieltag - 1:3 - erneute Heimniederlage

1. Mannschaft

Steinhausen: Für Realisten war es ein erwartetes Ergebnis, denn Aufstellungssorgen und Status wie Ansprüche des Gegners ließen einen Steinhäuser Erfolg in weite Ferne rücken. Marienloh war indes alles andere als eine Übermannschaft, siegte dennoch verdient, weil sie über mehr spielerische Qualität verfügte und vom Matchglück etwas verwöhnt wurde.
Miguel Pardo hatte einige Veränderungen in der Aufstellung vornehmen müssen: Ingo Klose hatte sich im Training schwer verletzt, Lars Kaup und Florian Unterhalt ballerten in anderen Gefilden, Niklas Karthaus ebenfalls im Urlaub, Christian Pekala weiterhin verletzt. Jan Rüther stand dagegen wieder zur Verfügung und besetzte in der Viererkette die gewohnte linke, Fabian Haselhorst die rechte Seite. M;ark Haase rückte ins Mittelfeld, Uwe Kiekebusch ins Sturmzentrum vor.
Daniel Dirks vertrat Ingo.
Der SV begann überraschend zaghaft, fand nur langsam die Zuordnung und überstand mit Glück die ersten vier Minuten bei einer guten und einer hochprozentigen Chance der Gäste. Man fing sich und konnte das Angriffsspiel der Marienloher erfolgreich stören. Selbst kam man nach 15 Minuten zu ersten Torschüssen, Ziel verfehlt.
Als der Gast nach 30 Minuten 30 Meter vor dem Tor zu einem Freistoß kam, war man eigentlich nicht auf ein Tor eingestellt, doch es fiel, weil der Flachschuss in der unteren rechten Ecke sein Ziel fand, warum auch immer. Ein Nackenschlag, der bei warmem Wetter und psychologisch ungünstiger Situation nur kurz nachwirkte. So hatte Lukas Salmen noch vor der Halbzeit kein Schussglück, nachdem er sich gekonnt in diese Position gebracht hatte.
Mit Beginn der 2. Hälfte suchten die Gäste energisch die Vorentscheidung, hatten in der 47. und 51. zweimal gute Möglichkeiten, bekamen zwei Minuten später ihre dritte, als Daniel beim Abwehrversuch einen gegnerischen Stürmer nach Meinung des Schiedsrichters regelwidrig zu Fall brachte. Der Elfer saß, der Drops schien gelutscht. Die ganz in Grün spielenden Hausherren gaben jedoch nicht auf und bekamen ihre XXL-Chance noch vor Ablauf der vollen Stunde. Ein Aufbaufehler bringt Marvin an den Ball, der nun viel Grün und wenig Abwehrspieler vor sich hatte, nach rechts auf Lukas spielte, der jetzt freie Bahn hatte, leider wieder beim Duell mit dem herauseilenden Torwart zweiter Sieger blieb. Man hätte es ihm wirklich gegönnt, war er doch der aktivste und beste Spieler an diesem Tag. Die Steinhäuser blieben am Ball und erkämpften, ja erspielten sich drei weitere torgefährliche Abschlüsse, leider ohne Fortune.
Die nächste gefährliche Aktion fand auf der anderen Seite statt, als der Pfosten nach Flanke und Kopfball zunächst half, gegen den Nachschuss aber kein Kraut gewachsen war. Ein demütigendes Ergebnis drohte. Marius Müller vernichtete die Befürchtung, als er sich nach gelungener Passkombination gut im Zweikampf behauptete und energisch aus nicht einmal günstigem Winkel den Ball flach ins Tor hämmerte. Die Dublette gelang ihm etwas später nicht, da war auch etwas Eigensinn im Spiel.
Lukas hatte noch kurz vorm Abpfiff eine prima Chance, dann war das Spielbuch zugeschlagen.
Fazit: Die Niederlage geht in Ordnung, sollte, auch wenn es die zweite in Folge und das zu Hause war, aber nicht allzu nervös machen. Die schlagbaren Gegner kommen noch. Dringendst erforderlich ist in jedem Fall ein Üben, Üben, Üben speziell des Passens. Von langen und in der Spielhektik geschlagenen Pässen ist nicht die Rede, die kürzeren über 10 bis 15 Meter sind ohne Druck zu oft in die Binsen gegangen und waren in aussichtsreichen Spielsituationen einfach nur ärgerlich.
Der nächste Spieltag führt die Mannschaft nach Espeln zu einem weiteren Titelfavoriten. Favorit des Spiels wird Steinhausen nicht sein.

Der SV spielte so:
Tor: Daniel Dirks
Abwehr: Fabian Haselhorst, Sven Zumdick, Jens Haase, Jan Rüther
Mittelfeld: Mark Haase (86. Luca Schulte), Marvin Zumdick, Lukas Salmen
Angriff: Nick Redder, Uwe Kiekebusch (52. Philipp Zumdick), Marius Müller


Autor:

Anton Rüther

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